Der BenLee Silicon Mouth Guard ist ein Zahnschutz aus Thermoplast, der mit einem Aufbewahrungsbehälter geliefert wird und für Kampfsport sowie andere Vollkontaktsportarten ohne Helm ausgelegt ist. Der Werkstoff ist dabei das entscheidende Merkmal: Thermoplast bedeutet, dass sich das Material bei Wärme verformen lässt und beim Abkühlen die neue Form behält. Genau darauf beruht das Anpassungsverfahren, das im Englischen Boil and Bite heißt und das dem Schutz seine individuelle Passform gibt. Die genaue Gebrauchs- und Pflegeanweisung findet sich auf der Rückseite der Packung und ist verbindlich. Erhältlich ist der Zahnschutz in mehreren Farben. Bei Bodystriker, dem Online-Shop für Sport- und Fitnessnahrung mit über 1.700 verifizierten Trusted-Shops-Bewertungen (Ø 4,76 Sterne), ist der BenLee Silicon Mouth Guard mit schneller Lieferung erhältlich.
Thermoplast und das Anpassungsprinzip
Die Materialangabe erklärt die gesamte Funktionsweise dieses Produkts und verdient deshalb eine Einordnung.
Was ein Thermoplast ist: ein Kunststoff, dessen Molekülketten nicht untereinander vernetzt sind. Bei Wärmezufuhr gleiten diese Ketten aneinander vorbei, das Material wird weich und formbar. Kühlt es ab, erstarren die Ketten in der neuen Anordnung, und die Form bleibt erhalten. Dieser Vorgang ist grundsätzlich wiederholbar.
Der Gegensatz dazu sind Duroplaste, deren Ketten fest miteinander vernetzt sind. Sie lassen sich nach dem Aushärten nicht mehr verformen, sondern zersetzen sich bei zu großer Hitze. Ein Zahnschutz aus Duroplast wäre schlicht nicht anpassbar.
Warum die Passform entscheidend ist: Ein Zahnschutz, der lose sitzt, verrutscht bei Bewegung, zwingt zum Zusammenbeißen, damit er bleibt, und erschwert Atmung und Sprechen. Ein individuell angepasster Schutz sitzt dagegen von selbst und liegt flächig an den Zähnen an. Genau diese flächige Anlage ist mechanisch der Punkt: Eine Kraft, die auf eine große Fläche verteilt wird, erzeugt geringeren Druck als dieselbe Kraft auf eine kleine Fläche.
Der Bezug zum Namen Silicon Mouth Guard: Die Produktbezeichnung verweist auf die weiche, flexible Anmutung des Materials. Die verbindliche Materialangabe steht auf der Verpackung und ist dort maßgeblich.
Zur Einordnung der Bauarten: Am Markt existieren drei Kategorien. Fertig geformte Schützer werden ohne Anpassung getragen und sitzen entsprechend ungenau. Thermoplastische Schützer wie dieser werden vom Anwender selbst angepasst. Individuell gefertigte Schienen werden vom Zahnarzt nach einem Abdruck hergestellt und sind die genaueste, aber auch aufwendigste Variante. Weiteres Trainingszubehör ansehen
Die Anpassung Schritt für Schritt
Das Verfahren ist einfach, will aber sorgfältig ausgeführt werden, denn ein misslungener Versuch kostet im ungünstigen Fall den Schutz. Maßgeblich sind in jedem Fall die Anweisungen des Herstellers auf der Verpackung, die folgenden Punkte beschreiben das allgemeine Prinzip.
Vorbereitung: Eine Schüssel mit kaltem Wasser bereitstellen, bevor es losgeht. Sie wird unmittelbar nach dem Formen gebraucht, und wer sie erst dann sucht, verliert genau die Zeit, in der das Material noch formbar ist.
Erwärmen: Der Schutz wird in heißem Wasser weich gemacht. Die vom Hersteller angegebene Wassertemperatur und Einweichdauer sind dabei einzuhalten. Zu heißes Wasser oder zu lange Einwirkung können das Material überdehnen oder verformen, sodass es sich nicht mehr sauber anpassen lässt.
Kurz abkühlen: Nach dem Herausnehmen sollte der Schutz einen Moment abtropfen, damit kein heißes Wasser in den Mund gelangt. Verbrühungsgefahr ist der Grund, warum dieser Schritt in jeder Anleitung steht.
Einsetzen und formen: Den Schutz auf die obere Zahnreihe setzen und gleichmäßig zubeißen. Anschließend mit Zunge und Wangen von innen und mit den Fingern von außen andrücken, damit sich das Material an die Zahnkontur anlegt. Kräftig ansaugen unterstützt das Anlegen zusätzlich.
Fixieren: Den Schutz herausnehmen und sofort in das kalte Wasser legen. Dort erstarrt das Material in der neuen Form.
Prüfen: Der fertige Schutz sollte ohne Zubeißen an Ort und Stelle bleiben und sich beim Sprechen nicht lösen. Sitzt er nicht, lässt sich der Vorgang je nach Herstellerangabe wiederholen, allerdings nicht beliebig oft, denn jeder Durchgang beansprucht das Material.
Wichtige Hinweise und Grenzen
Zu einer ehrlichen Produktbeschreibung gehört, wo die Grenzen liegen.
Ein Zahnschutz ist kein Medizinprodukt. Aussagen darüber, dass er Zahnverletzungen, Kieferverletzungen oder andere Schäden verhindere oder ausschließe, sind für ein Sportzubehörteil nicht belegt und werden auf dieser Seite nicht getroffen. Beschrieben wird die mechanische Funktion: Ein anliegender Schutz verteilt einwirkende Kräfte auf eine größere Fläche.
Bei Zahnspangen und Zahnersatz: Wer eine feste Zahnspange, lose Apparaturen, Implantate, Kronen, Brücken oder anderen Zahnersatz trägt, sollte die Verwendung vorab mit dem Zahnarzt oder Kieferorthopäden besprechen. Ein selbst angepasster Schutz kann bei einer festen Zahnspange nicht sinnvoll geformt werden, und beim Herausnehmen können Bracket-Bestandteile beansprucht werden. Für diese Fälle gibt es eigene Lösungen, die zahnärztlich angefertigt werden.
Für welche Sportarten: Der Hersteller nennt Kampfsport und andere Vollkontaktsportarten ohne Helm. Für Sportarten mit spezifischen Ausrüstungsvorschriften gelten die Regelwerke des jeweiligen Verbands, die vor dem Wettkampf zu prüfen sind.
Für Kinder und Jugendliche: Im Wechselgebiss verändert sich die Zahnstellung fortlaufend. Ein angepasster Schutz passt dadurch nach einiger Zeit nicht mehr. Bei Kindern gehört die Frage nach dem passenden Schutz und dem richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel zum Zahnarzt. Die Anpassung sollte in jedem Fall von einem Erwachsenen vorgenommen werden, denn dabei wird mit heißem Wasser gearbeitet.
Bei Beschwerden: Wer nach dem Tragen Druckstellen, Zahnschmerzen, Kieferbeschwerden oder Reizungen der Schleimhaut bemerkt, sollte den Schutz nicht weiter verwenden und die Ursache zahnärztlich abklären lassen. Ein schlecht sitzender Schutz kann punktuellen Druck erzeugen, statt ihn zu verteilen.
Zur Verbrühungsgefahr: Beim Anpassen wird mit heißem Wasser gearbeitet. Vorsicht beim Umgang, und den Schutz nach dem Erwärmen kurz abtropfen lassen, bevor er in den Mund kommt.
Häufige Fragen zum BenLee Silicon Mouth Guard
Wie wird der Zahnschutz angepasst?
Nach dem Boil-and-Bite-Prinzip. Der Schutz wird in heißem Wasser weich gemacht, kurz abgetropft, auf die obere Zahnreihe gesetzt, durch Zubeißen und Andrücken geformt und anschließend in kaltem Wasser fixiert. Die vom Hersteller angegebene Wassertemperatur und Einweichdauer sind dabei verbindlich.
Was bedeutet Thermoplast?
Ein Kunststoff, dessen Molekülketten nicht untereinander vernetzt sind. Bei Wärme gleiten sie aneinander vorbei, das Material wird formbar, und beim Abkühlen erstarren sie in der neuen Anordnung. Genau darauf beruht die Anpassbarkeit. Duroplaste lassen sich dagegen nach dem Aushärten nicht mehr verformen.
Wie wird der Zahnschutz gereinigt?
Nach jedem Gebrauch kalt oder lauwarm ausspülen, nicht heiß, denn Hitze kann die angepasste Form verändern. Gründlicher mit einer weichen Zahnbürste und milder Seife. Zahnpasta ist weniger geeignet, weil ihre Schleifkörper feine Kratzer erzeugen, in denen sich Rückstände sammeln.
Warum hat der Behälter Löcher?
Damit Restfeuchtigkeit entweichen kann. Ein feuchter Zahnschutz in einem geschlossenen Behälter ist ein idealer Nährboden für Keime. Der Schutz sollte deshalb vollständig getrocknet sein, bevor er verstaut wird, und der Behälter gehört ebenfalls regelmäßig gereinigt.
Geht das auch mit fester Zahnspange?
Wer eine feste Zahnspange, lose Apparaturen oder Zahnersatz trägt, sollte die Verwendung vorab mit dem Zahnarzt oder Kieferorthopäden besprechen. Ein selbst angepasster Schutz lässt sich bei fester Zahnspange nicht sinnvoll formen. Für diese Fälle gibt es eigene, zahnärztlich angefertigte Lösungen.
Wann muss ein Zahnschutz ersetzt werden?
Bei Rissen, Löchern, durchgebissenen Stellen, dauerhafter Verformung oder wenn der Sitz nicht mehr hält. Auch Hitzeeinwirkung, etwa im Sommerauto oder auf der Heizung, kann einen Thermoplast dauerhaft verformen. Vor jedem Gebrauch lohnt der kurze Blick.
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